Weihnachts-Lösewettbewerb
2011
der Stuttgarter Zeitung - Auflösung
Auch Spitzenlöser erlagen den zahlreichen Tücken des Parcours - Fast zu anspruchsvoll, denn nur vier Mitspieler meisterten alle Klippen.
Unter den 48 Einsendungen wurden folgende Gewinner der Hauptpreise (Aufgabe A und B richtig gelöst) ausgelost:
1. Preis
(Apple I-Pod Touch): Rudolf Rüther aus Stuttgart
2. Preis (Falk-Navigationssystem): Thomas Lutzius aus Stuttgart
3. Preis (Apple I-Pod Nano): Martin Pfleiderer aus Korntal-Münchingen
Jedoch waren es nur ganze vier Einsender, die sämtliche Hürden des diesjährigen Wettbewerbs nahmen, was vor allem an der superschweren Aufgabe D lag, die nur von sieben Lesern enträtselt wurde.
Die Namen
der Könner:
Olli Heimo (Helsinki)
Silvio Baier (Dresden)
Jens Guballa (Tamm)
Thomas Lutzius (Stuttgart).
Bei nur einer Aufgabe daneben lagen Norbert Geissler (München), Markus Knapp, Martin Kummer (beide Karlsruhe), Ronald Schäfer (Aalen), Randolf Eilenberger (Dossenheim), Markus Zehender (Ulm), Gerson Berlinger (Bad Friedrichshall), Paul Maier (Backnang) und Martin Pfleiderer (Korntal). Sie alle erhalten - soweit nicht Hauptpreisträger - einen Buchpreis.
A: Günther Weeth, Urdruck
Füge einen Stein hinzu, dann Matt in einem Zug. (6+10+1)
Es gibt zwei
Lösungen:
a) + wDc5 und 1.D:a7#.
b) +wLd8 und 1…D:d4# - Schwarz darf selbst mattsetzen, da er keinen letzten
Zug hat. Insbesondere nicht d7:c6 (Ld8?!) oder b7:c6. In jenem Fall wären Ld8
und La8 Umwandlungsfiguren und die Schlagfallbilanz geht bei sechs fehlenden
Steinen von Schwarz nicht mehr auf, da der Th8 nicht als Schlagobjekt für die
Bauern zur Verfügung stand.
B: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Weiß nimmt einen Zug so zurück, dass das Spiel dann in einem Zug beendet wird. (5+4)
Drei Lösungen:
a) zurück Lc1:Ta3, 1.Tb2#.
b) zurück Lc1:Ba3; 1.Ta2 Patt.
c) zurück Lc1:Ba3; vor 1.Le2 (Zugzwang) 1…a2# (erzwungen!) mit
Selbstmatt.
Diverse Hilfsmatts durch Schwarz waren nicht gefragt: Beim Hilfsmatt beginnt
Schwarz und der ist hier nicht am Zug. Weiß sollte so zurücknehmen, dass zwingend
das Spiel beendet wird. Diverse Spitzenlöser verpassten hier die Lösung c).
C: Werner Keym, Urdruck
Weiß nimmt drei, Schwarz zwei Züge zurück, dann Matt in einem Zug. (5+2)
Lösung:
Zurück 1.e5:d6 e.p. d7-d5 2.Sh6-g8 0-0-0+ 3.Sf5:Bh6!, statt dessen
1.g8D#. Auf h6 muss unbedingt ein Bauer entschlagen werden, zuvor geschah
h7-h6, denn Ke8 oder Ta8 haben ja nie gezogen!
En-passant, Rochade und Umwandlung: Keyms beliebter Valladao-Task in der orthodoxen
Miniatur.
D: Günther Weeth, Urdruck
Nach Einfügen eines Turms kürzestes Rückspiel, bis Weiß einzügig mattsetzt. (Proca, 11+13+1)
Lösung:
+ wTh8.
Doch damit ist es längst nicht getan, zunächst die Retroanalyse: Lc1 und Lf1
wurden auf den Ursprungsfeldern geschlagen, sowie eine weiße Figur auf c6. Bleibt
nur noch ein weißes Schlagobjekt übrig. Der sBh2 hat folglich die h-Linie nie
verlassen, Weiß hat mit zwei Schlägen den Bh2 auf h8 unterverwandelt sowie c:b7
gespielt. Schwarz darf den h-Bauern mithin erst nach h7 zurücksetzen, wenn Weiß
g:h zurückgenommen hat; und d7:c6 geschah auch bevor der Te8 die achte Reihe
enterte (f7:e8T scheitert an der Schlagfallbilanz, Sd8 und Te8 sind im Rückwärtsspiel
vorerst unbeweglich).
Damit ergibt sich die Schlüsselidee: Weiß muss die lange Rochade zurückspielen!
Er stellt damit Ke1 und Ta1 im weiteren Rückspiel unbeweglich. Schwarz ist dann
gezwungen, wegen drohenden Retropatts eine weiße Figur auf g8 aufs Brett zu
zaubern.
Also: +wTh8, zurück 1.Kb1-c2! f7-f6 2.Tc1-c4 h3-h2 3.Td1-c1 h4-h3, 4.Kc1-b1
h5-h4 5.0-0-0! h6-h5 (schwarze Bauernzüge können umgestellt werden) 6.Th7-h8!.
Nun ist es soweit: Schwarz muss auf g8 eine Figur entschlagen, und zwar nur
einen Springer (sonst erneut Retropatt): 6…Th8:Sg8
7.Sf6-g8, und stattdessen Se5-d7# (Achtung, hier ist uns im Original-Zeitungstext
ein Lapsus unterlaufen!).
Einigen sehr starken Lösern, die den Kniff mit der Rochade nicht fanden, war
die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Sie versuchten es mit langzügigen
Remispendeln, gar die 50-Züge-Regel wurde bemüht, aber es nagten Zweifel: "Elegant
ist anders … Ich fürchte hier habe ich nicht die kürzeste Lösung." (Schreiber)
"Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, einer Falle aufgesessen zu sein." (Geissler)
Für die Top-Löser resümiert Guballa: "Dieses Rätsel ist für mich das Highlight der Serie."
E: Günther Weeth/Andrej Frolkin, Urdruck
Löse die Stellung auf! (Rückwärtsspiel bis der weiße König befreit ist) (14+13)
Lösung:
zurück 1…Ta2-b2+
2.b4:Sc5! Se4-c5 3.g6-g7 Sf2/Sg3-e4 4.g5-g6 Sh1-f2 5.g4-g5 h2-h1S 6.g3-g4 h3-h2
7.f3-f4 g4:Lh3! (Verführung 7…g4:Sh3? - Schwarz fehlt am Ende ein Tempo!)
8.f2-f3!! g5-g4 9.Ld7-h3 g6-g5 10.Le8-d7 g7-g6 11.e7-e8L d6-d5 12.e6-e7 d7-d6
13.e5-e6 h6-h5 14.e4-e5 h7-h6 15.e2-e4 e3:Sd2 (so weit sollte es angegeben
werden), und jetzt gibt es hinreichend Rangierbahnhöfe, um geduldig den Knoten
zu entwirren. "Und irgendwann sind alle wieder da, wo sie anfangs hingehören."
(Eilenberger).
Thema: Nachweis zweier Ceriani-Frolkin-Figuren,
siehe 2. und 7. Zug!
Aufgaben und Ausschreibung
Schachaufgaben Wie jedes Jahr seien die Leser zu unserem Rätsel mit vielen Preisen eingeladen. Von Harald Keilhack
Unter den
Einsendern richtiger Lösungen von A und B werden ein Apple I-Pod Touch, ein
Falk-Navigationssystem und ein Apple I-Pod Nano verlost. Wer alle fünf Aufgaben
korrekt löst, wird ehrend erwähnt und erhält einen Buchpreis.
Achten Sie darauf, dass nach Einfügen eines Steins eine legale Stellung entsteht.
Zu prüfen ist, ob es mehrere Lösungen gibt. Bei C und D beginnt Weiß
mit der Rücknahme und Schwarz verteidigt sich (Proca). Und: Ein Zug kann aus
einem oder zwei Halbzügen bestehen.
A: Günther Weeth, Urdruck
Füge einen Stein hinzu, dann Matt in einem Zug. (6+10+1)
B: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Weiß nimmt einen Zug so zurück, dass das Spiel dann in einem Zug beendet wird. (5+4)
C: Werner Keym, Urdruck
Weiß nimmt drei, Schwarz zwei Züge zurück, dann Matt in einem Zug. (5+2)
D: Günther Weeth, Urdruck
Nach Einfügen eines Turms kürzestes Rückspiel, bis Weiß einzügig mattsetzt. (11+13+1)
E: Günther Weeth/Andrej Frolkin, Urdruck
Löse die Stellung auf! (Rückwärtsspiel bis der weiße König befreit ist) (14+13)
Einsendungen erbeten bis 15. Januar (Poststempel) an die Stuttgarter Zeitung (Schach), Postfach 106032, 70049 Stuttgart.
Weihnachts-Lösewettbewerb
2010
der Stuttgarter Zeitung
Schachrätsel Aufs Neue seien die Leser zu unserem Wettstreit mit vielen Preisen eingeladen. Von Harald Keilhack
24./30. Januar: Auflösung
Fünfzig von 76 Einsendungen gelangten in die Preisziehung (Aufgabe A und B hinreichend gut gelöst). Hier die glücklichen Gewinner:
1. Preis (Apple I-Pod touch): Rolf Heimerdinger aus Bad Ditzenbach
2. Preis (Falk-Navigationssystem): Hellmut Klevenow aus Berlin
3. Preis (Philips Blu-ray-Player): Bernd Schwarzkopf aus Neuss
55 Löser beteiligten sich am Expertenwettbewerb, davon sandten 14 komplett richtige Lösungen ein und erhalten jeweils einen Buchpreis:
Silvio Baier (Dresden), Gerson Berlinger (Bad Friedrichshall), Dietmar Fauth, Norbert Geissler (beide München), Jens Guballa (Tamm), Hannu Harkola, Olli Heimo (beide Helsinki), Henrik Juel (Kokkedal/Dänemark), Kurt Lorenz (Marbach), Thomas Lutzius (Stuttgart), Paul Maier (Backnang), Mario Richter (Berlin), Rolf Sandau (Oberstenfeld), Ronald Schäfer (Aalen).
Zehn Löser scheiterten mitunter unglücklich an einer Kleinigkeit: Randolf Eilenberger, Nils Empacher, Markus Knapp, Martin Kummer, Hannu Lehto, Dietrich Noffke, Karl Roscher, Rolf Schreiber, Bernd-Martin Schuh, Bernd Schwarzkopf.
A: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Ein Stein ist umzufärben, dann Matt in einem Zug. (5+6)
Es gibt tückischerweise
drei Lösungen:
wBg7 und 1.g8D#
wTb8 und 0...Kf7 1.Ke5#
sLc4 und nach 1.K:c4 Lf7# oder 1.Ke5 Tb5# erwischt es unverhofft den
weißen König.
B: Günther Weeth, Urdruck
Füge einen Stein so hinzu, dass die Stellung illegal ist (normales Material, keine Bauern auf der Grundlinie). (2+7+1)
Elf Lösungen:
Illegale Bauernstrukturen nach +sBc6, +sBd5, +sBd7,
+sBe6.
Unmögliche Schachgebote mit +sLb8, +wTd7, +wTh8, +wDh8
(bei +wDa8/wTa8 wäre zuletzt Kb8-a7+ möglich, bei +wDf8 ein Schlagen auf f8).
Illegale Läuferstellungen:
+sLa8, +sLg8 (wLa8/Lg8 durch Umwandlung möglich).
Und schließlich:
+sBh6!, und der wK kann nicht via g7 nach a7 gelangt sein.
C: Werner Keym, Urdruck
Wie lautete der letzte Zug von Weiß? (4+8)
Auch hier gab
es gleich drei Lösungen:
a) c5-c6+,
und zuvor geschah Tb7-b5+.
b) d5:c6 e.p., davor c7-c5 d4-d5+ Tb7-b5+.
c) Ke3:Bf3! mit der Herleitung e4:f3+ e.p. f2-f4 Tg5-b5+.
D: Werner Keym, Urdruck
Kürzestes Matt nach Hinzufügen eines Bauern. (8+15+1)
+wBg5!, und nun nicht nur Matt in drei (1.b7/1.L:b4/1.g8D/T+), sondern auch legal Matt in zwei Zügen mit 1.g5:f6! e.p.! 0-0-0 2.a8D#
Valladao, Zweitdarstellung im direkten Zweizüger. Erstdarstellung eben durch Werner Keym in feenschach 2010.
"Die naheliegenden +wBd6? oder +wBf6? mit 1.g8D# ergeben jeweils eine illegale Stellung. Es gibt aber eine elegante Möglichkeit, doch einen Bauern nach f6 zu bringen: +wBg5, und Schwarz muss zuletzt so gezogen haben, dass Weiß seinerseits zuvor wieder einen letzten Zug hat." (Lauinger)
Und nur 1...f7-f5 ermöglicht einen solchen mit f6:Dg7. U.a. kamen h6:Dg7, f4/h4:Dg5 (der Bg7 käme nicht nach g2 zurück), e5-e6 (die d- und e-Bauern kämen nicht aneinander vorbei) nicht in Betracht. Und letzte Züge wie h5:g4 oder c6:b5 zerstören die Retroanalyse:
"Auf das Konto der schwarzen Bauern a2, a4 und b5 gehen vier Schlagfälle (z.B. a- und b-Bauer überkreuz und c-Bauer zur a-Linie), Bd4/e4 zwei (überkreuz) und Bg4 einer. Damit sind alle sieben schwarzen Schlagfälle erklärt. Als Schlagobjekte dienen u.a. zwei aus weißem c- und h-Bauer hervorgegangene Umwandlungsfiguren." (Markus Knapp)
E: A. Frolkin/A. Kornilow, Urdruck
Matt in einem Zug? (Begründung: Wie entkommt der schwarze König im Rückwärtsspiel?) (14+12)
Schlagfallbilanz und Umwandlungen: Die weißen Bauern a, b, d, und h schlugen die fehlenden vier Steine von Schwarz (h-Bauer schlägt schwarzen g-Bauern, d-Bauer schlägt schwarzen c-Bauern) und haben sich auf b8, g8, a8/c8 (oder zweimal auf c8) in Läufer umgewandelt. Ferner wandelte sich der schwarze h-Bauer auf h1 in einen Läufer um, und der g-Bauer schlug Bg4:Tf3, und zwar bevor der weiße Bauer nach g6 zog. Damit bleibt allein das Schicksal des weißen e-Bauern vorerst ungeklärt.
Als letzte
Züge fallen also ...a6:b5, g4:Tf3, Ka1:Ta2, Ka1-a2 mit zuvor g7:h8D+ weg.
So löst sich die Stellung auf: 1...Kb3-a2 2.Lb1-c2+ Kc4-b3 3.Lc2-d3+ Kd5-c4
4.Ld3-e4+ Ke6-d5 5.Le4-f5+, nun der Clou: 5...Kd5: Be6!!. Jetzt Kommando zurück:
6.Lf5-e4+ Kc4-d5 7.Le4-d3+ Kb3-c4 8.Ld3-c2+ Ka2-b3 9.Lc2-b1+ Ka1-a2 10.e5-e6!+
Ka2-a1, "und schön ruhig ist es im Gemach" (Guballa).
"Ist das jetzt eine König-Rutschbahn, eine Läufer-Rutschbahn oder ein doppeltes Läufer-Domino?" (Günter Lauinger)
Allgemein wurden die Aufgaben je nach Perspektive als schwer erachtet, mit dem Höhepunkt bei D, die aber immerhin auch von 22 Lesern geknackt wurde:
"Dieses Problem (die D) ist mehr als nur heimtückisch, es ist geradezu "Keym-tückisch!" (Norbert Geisler).
"So, das war es mal wieder. Und der Vorsatz, nicht mehr als drei Druckseiten zu brauchen, ist auch eingehalten. Bei den Aufgaben D und E könnte man sich richtig austoben und sich auf das Gebiet der Schach-Unterhaltungsliteratur begeben." (J. Berthel)
Aufgaben und Ausschreibung
Unter den Einsendern
richtiger Lösungen von A und B werden ein Apple I-Pod touch, ein Falk-Navigationssystem
und ein Philips Blu-ray-Player verlost. Wer alle fünf Aufgaben korrekt löst,
erhält einen Buchpreis und wird bei der Besprechung namentlich genannt.
Nach Ergänzen oder Umfärben muss eine legale Stellung entstehen (Ausnahme B
mit der Umkehrforderung). Ferner ist jeweils zu prüfen, wie viele Lösungen es
gibt.
A: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Ein Stein ist umzufärben, dann Matt in einem Zug. (5+6)
B: Günther Weeth, Urdruck
Füge einen Stein so hinzu, dass die Stellung illegal ist (normales Material, keine Bauern auf der Grundlinie). (2+7+1)
C: Werner Keym, Urdruck
Wie lautete der letzte Zug von Weiß? (4+8)
D: Werner Keym, Urdruck
Kürzestes Matt nach Hinzufügen eines Bauern. (8+15+1)
E: A. Frolkin/A. Kornilow, Urdruck
Matt in einem Zug? (Begründung: Wie entkommt der schwarze König im Rückwärtsspiel?) (14+12)
Einsendungen erbeten bis 15. Januar (Poststempel) an die Stuttgarter Zeitung (Schach), Postfach 106032, 70049 Stuttgart.
Weihnachts-Lösewettbewerb
2009
der Stuttgarter Zeitung
Schachrätsel Wie jedes Jahr seien die Leser zu unserem Wettstreit mit vielen Preisen eingeladen. Von Harald Keilhack
Unter den Einsendern richtiger
Lösungen von A und B werden ein Apple I-Pod, ein Falk-Navigationssystem und
ein Philips-DVD-Player verlost. Wer alle fünf Aufgaben korrekt löst, erhält
einen Buchpreis und wird bei der Besprechung namentlich genannt. Achten Sie
darauf, dass nach Zurücknehmen, Entfernen oder Ergänzen eine legale (= durch
regelkonforme Züge herbeizuführende) Stellung entsteht. Ferner ist jeweils zu
prüfen, ob es nicht mehr als eine Lösung gibt. Viel Spaß beim Lösen und
Kommentieren!
A: Günther Weeth, Urdruck
Weiß nimmt seinen letzten
Zug zurück und setzt stattdessen Matt. (2+2).
B: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Entferne einen Bauern, dann
Matt in zwei Zügen. (5+7) (-1)
C: Werner Keym, Version
Auf ein leeres normales
8x8-Brett wird ein Turm gestellt. Er macht nun sieben aufeinanderfolgende, stetig
länger werdende Züge und kehrt am Ende der Reise auf sein Ausgangsfeld zurück.
Wie viele Richtungsänderungen um 90 Grad macht er dabei a) maximal b) minimal?
Wie verläuft jeweils sein Weg? (symmetrische Lösungen brauchen nicht extra
angegeben zu werden)
D: Günther Weeth, Urdruck
Weiß nimmt seinen letzten
Zug zurück und hält dann remis. (10+7)
E: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Ergänze einen Bauern und einen weiteren Stein so, dass in der entstehenden Stellung zwei bestimmte Steine nachweislich Umwandlungsfiguren sind (Stellungsauflösung und Retroanalyse!). (8+13 (+2)
Einsendungen erbeten bis 15. Januar (Poststempel) an die Stuttgarter Zeitung (Schach), Postfach 106032, 70049 Stuttgart.
Weihnachtsrätsel
41 von 69 Mitspielern lösten die ersten beiden Aufgaben korrekt.
Immerhin 22 Mitspieler lösten auch die schweren Aufgaben perfekt.
Von Harald Keilhack
Von 69 Einsendungen gelangten 41 in die Preisziehung (Aufgabe A und B richtig gelöst). Hier die glücklichen Gewinner:
1. Preis (Apple I-Pod): Peter Wauschkuhn aus Stuttgart
2. Preis (Falk-Navigationssystem): Michael Bürker aus Metzingen
3. Preis (Philips-DVD-Player): Karl Mittelbach aus Reutlingen
50 Löser beteiligten sich am Expertenwettbewerb, davon sandten 22 komplett richtige Lösungen ein und erhalten jeweils einen Buchpreis:
Olli
Heimo (Finnland)
Hannu Lehto (Finnland)
Klaus Wenda (Wien)
Günter Büsing (München)
Dietmar Fauth (München)
Norbert Geissler (München)
Mario Richter (Berlin)
Silvio Baier (Dresden)
Klaus Roscher (Neckargemünd)
Martin Kummer (Karlsruhe)
Ronald Schäfer (Aalen)
Hans Bergmann
(Aalen)
Gerson Berlinger (Bad Friedrichshall)
Markus Knapp (Großeicholzheim)
Erhard Mozer (Vaihingen)
Kurt Lorenz (Marbach)
Jens Guballa (Tamm)
Martin Pfleiderer (Korntal-Münchingen)
Jürgen Berthel (Stuttgart)
Nils Empacher (Stuttgart)
Thomas Lutzius (Stuttgart)
Rolf Schreiber (Stuttgart).
Die Genannten
begründeten auch Aufgabe E sauber. Bei D ließen manche Analysen des Endspiels
nach a1S Wünsche offen, hier haben wir ein Auge zugedrückt.
Besonders bedanken möchten wir uns schließlich bei all jenen, die trotz fehlender
Idee bei der schweren Aufgabe E ausführliche Lösungen einschickten.
A: Günther Weeth, Urdruck
Weiß nimmt seinen letzten Zug zurück und setzt stattdessen Matt. (2+2).
Es gibt zwei Lösungen: Zurück Kc7:Td8 oder zurück Kc8:Ld8, jeweils gefolgt von 1.b7#. Nach der Rücknahme von Kc7-d8 oder Kc8-d8 hätte Schwarz keinen letzten Zug.
B: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Entferne einen Bauern, dann Matt in zwei Zügen. (5+7) (-1)
Auch hier zwei Lösungen. Entferne sBe7, dann 1.K:g7 und 2.Tf8# bzw. 1...0-0-0 2.Tfc7#. Oder entferne wBg6, dann 1.K:g7 und 2.Tf8#. Schwarz kann sich nicht mehr mit der langen Rochade verteidigen mangels eines passenden letzten Zuges: Lb1-a2 entfällt, bei ...f6:g5 hat der Tf7 mit oder ohne Umwandlung den Ke8 bewegt, bei ...g6-g5 kam der Kh7 nicht ohne schwarzen Rochadeverlust am Ke8 vorbei.
C: Werner Keym, Version
Auf ein leeres normales 8x8-Brett wird ein Turm gestellt. Er macht nun sieben aufeinanderfolgende, stetig länger werdende Züge und kehrt am Ende der Reise auf sein Ausgangsfeld zurück. Wie viele Richtungsänderungen um 90 Grad macht er dabei a) maximal b) minimal? Wie verläuft jeweils sein Weg? (symmetrische Lösungen brauchen nicht extra angegeben zu werden)
Lösung: Maximal fünf: Ta2-a1-c1-c4-c8-h8-h2-a2. Minimal zwei: Ta3-b3-b1-b4-b8-b3-h3-a3; jeweils plus symmetrische Wege. Verführung mit drei Wendungen: Ta2-a1-a3-d3-h3-h8-h2-a2. „Mal was Neues, Mathematik im Schachgewand“ (Norbert Geissler).
D: Günther Weeth, Urdruck
Weiß nimmt seinen letzten Zug zurück und hält dann remis. (10+7)
Lösung: Zurück Kd1:Le1!
und stattdessen 1.Kc2
a) 1...a1D patt
b) 1...a1T 2.Kb2 Td1 3.Kc2 Ta1 Zugwiederholung
c) 1...a1L 2.Kb1 Lc3 3.Kc2 La1
d) 1...a1S+ 2.Kc1, und auch hier kann Schwarz nicht gewinnen. Man kann allerhand
analysieren (z.B. zunächst den Ke8 vorrücken), aber letztlich scheitern alle
Versuche in Richtung h3 am Springerfang, etwa 2...Sb3+ 3.Kc2 L:d2 4.L:d2 S:d4+
5.Kd1 S:f3 6.Le3 Sg1? 7.f3!.
E: Günther Weeth/Werner Keym, Urdruck
Ergänze einen Bauern und einen weiteren Stein so, dass in der entstehenden Stellung zwei bestimmte Steine nachweislich Umwandlungsfiguren sind (Stellungsauflösung und Retroanalyse!). (8+13 (+2)
Lösung: + wBc7 und + wTh8, dann sind sSd7 und wTh8 durch Umwandlung entstanden. Die Stellung kann nur wie folgt aufgelöst werden: 1.0-0+ Sc5-d7 2.c6-c7 Sb3-c5 3.c5-c6 Sc1-b3 4.c4-c5 c2-c1S 5.c3-c4 (Diagramm) b3/d3:Xc2
In dieser Stellung geschah zuletzt b3:c2 oder d3:c2
Retroanalyse:
Die weißen Bauern schlugen dreimal, nämlich eine Originalfigur, eine Umwandlungsfigur
aus sBa7 oder sBc7 und schließlich den schwarzen Königsturm auf g8: f7:Tg8(T).
Die schwarzen Bauern benötigen sechs Schlagobjekte, darunter beide weißen Läufer.
Daher darf d2:Xe3? oder e2-e3? (sperrt den wLc1 bzw. den wLf1 aus) im Rückwärtsspiel
nicht vorzeitig ausgeführt werden.
Falls die weißen Bauern außer dem Turm auf g8 zwei weitere Originalfiguren geschlagen
haben sollten, dann befindet sich neben den zwei nachweislichen Umwandlungsfiguren
sSd7 und wTh8 noch eine weitere, nicht näher zu bestimmende auf dem Brett.
„Wunderbar, wer hätte das in der Diagrammstellung vom Sd7 vermutet!“ (Norbert Geissler)