(5) Stiefel, F (2170) -
Bischoff, K (2544) [E38]
6. Crailsheimer Open Crailsheim (2), 10.06.2000
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3
Lb4 4.Dc2 c5 5.Sf3 cxd4 6.Sxd4 Sc6 7.Sxc6 dxc6 8.Ld2 0-0 9.a3 Le7 10.e4 e5 11.Le2
Sd7 12.0-0 Sc5 13.Tfd1 Se6 14.Le3 Dc7 15.Lf1 g6 16.Td2 Te8 17.Tad1 h5 18.b4
Lf6 19.Se2 h4 20.h3
20...Lg5 21.Dc3 Das
Spiel des Großmeisters in dieser Partie wirkt etwas zu "routiniert", sprich
schablonengemäß. Die Standardmanöver - Sf6-d7-f8-e6, Feld d4;
dann Abtausch des "schlechten" Läufers - heutzutage zu wenig, um eine Partie
zu gewinnen. Da ist dann immer etwas "Mithilfe" erforderlich. Und wenn schon die
Position derart übersichtlich ist, daß selbst ein anerkannter Schachkarikaturist
die Stellung versteht, dann ist halt ein "unforced error" gefragt. 21...Lxe3
22.Dxe3 De7 23.Dc3 Dg5 24.Kh1 Df6 25.De3 Sg7 26.Td6 Le6 27.c5 Sh5 28.a4 De7 29.Dd3
Dg5 30.a5 a6 31.Dc3 Sf6 32.f3 Tf8 33.Dc1 Dh5 34.Dc3 Se8 35.T6d2 Dg5 36.Tc2 Sg7
37.Dd2 Df6 38.Dc3 Tad8 39.Tcd2 Txd2 40.Txd2 Dg5 41.Td6 Sh5=
Positionell gibt es Licht und
Schatten auf beiden Seiten. Auch mit "gutem" und "schlechten" Läufer, das
ist im Blick auf den Damenflügel gar nicht so klar. d-Linie, Raumvorteil
dürften die Felderschwächen am K-Flügel etwa ausgleichen. Ein klarer
Plan ist für beide Seiten nicht erkennbar. Mit dem folgenden Zug setzt sich
Stiefel jedoch selbst ein Denkmal: 42.Dc1?? Sg3+ 0-1